1. Oktober 2018

Digitalisierung – Was ist das? (Teil 3)

Digitalisierung – Was ist das? (Teil 3)

Demnächst ist es wieder soweit, die Wahl des Jugendwortes des Jahres steht an. Mit dabei Begriffe wie zuckerbergen (jemanden mobil stalken), Screenitus (wenn man zu lange vor dem Bildschirm sitzt) und exting (das Beenden einer Beziehung vie Textmessage). Was uns vielleicht absurd vorkommt zeigt zumindest ganz klar: Digital ist umfassend in unseren Leben angekommen. Man muss aber gar nicht so weit ins Extrem gehen. Der eigene Alltag reicht. Längst geht es bei der Digitalisierung nicht mehr nur um Technik oder das Internet, die Digitalisierung durchdringt unseren Alltag, manchmal vollkommen unbemerkt. Wir googeln gegen die Unkenntnis, Wikipedia IST mittlerweile zitierfähig, Freunde haben wir bei Facebook und Grillfeste organisieren wir über WhatsApp. Ich selbst komme gerade von einer Hochzeit, die nur durch Tinder möglich wurde. Die Fotos liegen bereits in meiner Dropbox. Warum also tun wir uns bei der Arbeit so schwer digital zu werden?

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Digitalisierung –Trend oder Entwicklung
Die Skepsis nach dem Platzen der ersten dotcom-Blase war nahezu greifbar. „Natürlich“, sagten die einen, „kann man mit fiktiven Unternehmen nicht umgehen wie mit alter Industrie“. „Leider“, sagten die Anderen, „haben die meisten nicht verstanden, dass die Zukunft digital ist“. Und siehe da, das Jahr 2018. Die Generation Y definiert sich weitestgehend online, Wissen wird mobil und allgegenwärtig. Informationen können gezielt durch Algorithmen gesteuert werden und selbst unsere politischen Geschicke sind online beeinflusst. Dabei wird eines klar, die Digitalisierung ist keine Science Fiction mehr, wir alle stecken mittendrin – die Frage ist nur, wie gut ist der Einzelne vorbereitet? Um erfolgreich zu bleiben zählt heute mehr denn je, das Ohr am Menschen zu haben. Das bedeutet nicht nur die Zielgruppe oder der Kunde, sondern auch Mitarbeiter und Wettbewerber. Und ja, manches was als gesellschaftliche Entwicklung zählt, darf als befremdlich betrachtet werden. Aber bleibt offen und neugierig. Trends, die wir beobachten und als mittelfristig belastbar betrachten sind u.a.

Digitalisierung ohne Stress New Work - Digitalisierung – Was ist das? (Teil 3)
  1. Individualisierung
    Ob Facebook, Instagram oder Shops wie z. B. born originals, die meisten Menschen sehnen sich nach einer individuellen und wahrgenommenen Persönlichkeit. Durch „soziale“ Netzwerke verschwimmt die Grenze zum Narzissmus, aber für Unternehmen ist wichtig: 0815-Masse wird mittelfristig gegen individuell empfundene, zielgruppenaffine Produktion verlieren.
  2. Selbstdarstellung
    Auch Ihr kennt den Begriff Influencer. Privatpersonen werden zu Markenbotschaftern. Grundstein dafür ist der Wille zur Selbstdarstellung, aber auch die Akzeptanz in der Bevölkerung dafür.
  3. Kollaboration
    Auch der Mensch ist ein „Rudeltier“. Die Arbeitsorganisation der Industrialisierung in kleinstmögliche Einheiten und Ausbildung zur Austauschbarkeit ist überholt. Menschen wollen und sollten in Team arbeiten. Dafür benötigen Sie u.a. digitale Tools.
  4. Automatisierung
    Jack Ma, der Gründer von Alibaba, ist überzeugt, dass einfache Arbeiten in Zukunft Maschinen übernehmen, das ist eine Chance für Unternehmen und Mitarbeiter die nach Sinn suchen (s. nächster Punkt).
  5. Sinnhaftigkeit
    Mitarbeiter wollen keine Maschinen sein. Schon jetzt wird in Vorstellungsgesprächen von Bewerbern häufiger nach Freizeit- und Arbeitsmodellen gefragt, als nach der Gehaltsentwicklung. Familie und Gesellschaft gewinnen an Bedeutung (Achtung AdBlocker), Karriere rutscht im Ranking nach unten.

Digitalisierung, eine (unvollständige) Anleitung:
Behaltet für den Anfang drei Kernthemen im Kopf:

  1. Strategie
    Auch wenn das Thema Digitalisierung erst einmal riesengroß wirkt, stellt euch die Frage, wofür ihr das Ganze macht. Verliert ihr Kunden an große Onlinehändler? Findet ihr keine guten Mitarbeiter? Sind eure Retouren zu hoch oder möchtet ihr schlicht eure Marktposition verbessern? Für die einzelnen Probleme kann man maßgeschneiderte Lösungen schaffen, man muss sich ihrer nur erst bewusst sein.
  2. Organisation
    In große Unternehmen ist der CIO (Chief Innovation Officer) mittlerweile eine feste Größe. Soweit müsst ihr gar nicht gehen, aber schafft Verantwortlichkeiten, installiert Ansprechpartner für bestimmte Themen und involviert eure Mitarbeiter. Je besser diese eingebunden sind, desto eher antizipieren sie euren Transformationswillen – und entwickeln ihn im besten Fall weiter.
  3. Technik
    Natürlich spielt die Technik eine wichtige Rolle. Programme zur Automatisierung von Kundenanfragen erleichtern das Tagesgeschäft. Digitale Warenverwaltung ermöglicht verlustfreie Bestandshaltung. Kollaborative Systeme erleichtern die Kommunikation in Unternehmen und sorgen für Transparenz und Zuverlässigkeit. Aber einfach nur für jedes vermeintliche Problem eine Software kaufen? Zu teuer und selten kompatibel. Deswegen immer wieder daran denken 1. Strategie, 2. Organisation und dann erst 3. Technik.
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Unser Angebot
Auf dem Weg zur gelebten New Work beleuchten wir auf der Etappe „Digitalisierung“ zuerst Aspekte der Zusammenarbeit 4.0 und zeigen euch neben Anforderungen auch Lösungsansätze durch digital Lean Office und das arbeiten in dynamischen Netzwerken.

Nach einer Pause, die auch dem Austausch und für Fragen dient, möchten wir uns auf digitale Strategien konzentrieren. Hierbei lassen wir eure Erfahrungen einfließen und zeigen euch wie wir bei uns und für unsere Kunden Systeme ausgewählt und erfolgreich eingesetzt haben. Wir geben euch Hilfestellung bei der Entwicklung eigener digitaler Strategien und zeigen euch Möglichkeiten auf, wie man Softwarelösungen für sich sinnvoll bewertet.

Haben wir euer Interesse wecken können? Dann lest gerne vorab unseren vorangegangenen Etappen hier und hier. Selbstverständlich könnt ihr euch auch hier direkt für unsere kleine Reise zur New Work anmelden oder mit uns Kontakt aufnehmen.

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Jörg Högemann
Jörg Högemann ist Gründer und Geschäftsführer der einfach.effizient Unternehmensberatung.

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