10. Mai 2017

How-To: Hybride Datenspeicherung AMAGNO On Premise und Azure Cloud

How-To: Hybride Datenspeicherung AMAGNO On Premise und Azure Cloud

Die meisten Unternehmen in Deutschland verwenden das Dokumentenmanagement AMAGNO als On Premise Lösung im Unternehmen selbst auf eigener IT Infrastruktur oder auf eigenen gemieteten Servern im Rechenzentrum. Die Vorteile einer On Premise Installation liegen in der Umsetzung der eigenen Sicherheitsstrategien, in der Erfüllung von Schnittstellennotwendigkeiten und/oder speziellen Compliancevorgaben, sowie in den hohen Leitungskapazitäten eines Intranets. Die zu verwaltenden Datenmengen auf lokalen Servern sind dabei jedoch oft so enorm, dass sich ein Mischbetrieb von lokalen Servern und Auslagerung in die Cloud auf die Microsoft Azure Plattform lohnt. Diese hybride Lösung wird von AMAGNO unterstützt.

AMAGNO bietet in seiner On Premise Version die Verwaltung unterschiedlicher Storages via AMAGNO MMC. Die Storages erlauben die Anbindung verschiedener Speichertypen:

  • Lokale Datenträger
  • Microsoft Azure Cloud

Die Storages enthalten die verschlüsselten Binärdaten der AMAGNO Installation.

Auf dieser Basis lassen sich verschiedene Szenarien in AMAGNO abbilden, beispielsweise:

  • Parallele Speicherung der Binärdateien auf einem anderen Datenträger (UNC/SMB, SAN, NAS, WORM, etc.)
  • Sicherung der Binärdaten in die Cloud als Backup
  • Entlastung der lokalen Festplattensysteme durch Unterstützung und Auslagerung der Datenspeicherung der meisten Daten in die Cloud

Für unser How To wählen wir das folgende Szenario:

Entlastung der normalen lokalen Festplatte und Datenspeicherung in der Cloud

AMAGNO empfiehlt redundante und hochleistungsfähige Festplattensysteme. Solche Systeme sind für hohe Datenmengen sehr kostenintensiv. Eine Alternative mit AMAGNO wäre:

  1. Die lokalen leistungsfähigen Festplatten speichern nur die aktuellen oder „Most Wanted“ Dateien. Dies erfordert nur eine begrenzte und im Kostenumfang überschaubare Investition
  2. Die sonstigen Dateien verwaltet AMAGNO in der Microsoft Azure Cloud (wahlweise in Deutschland, EU oder anderen Regionen)

Konfiguration des lokalen Storage

In der AMAGNO MMC erhalten Sie in der Hauptkonfiguration (Server Settings) die Möglichkeit der Eingrenzung des lokalen Storage über den Parameter LocalStreamCacheSize.

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Tragen Sie hier die maximale Größe in GB ein. Alle darüber hinausgehenden Daten speichert AMAGNO in den übrigen Storages.

Der lokale Cache besitzt Algorithmen, um neueste, zuletzt und häufig verwendete Daten aus den Storages zu holen und vorzuhalten. Dies ermöglicht es, je nach Performanceanspruch, den lokalen Dateicache klein zu halten und die übrigen Daten aus den anderen Storages nachzuladen. Bei der Cloud ist dabei zu berücksichtigen, dass die Daten aus dem Internet geladen werden und damit die Performance des Gesamtsystems langsamer wird.

Konfiguration des Cloud Storage

Derzeit unterstützt AMAGNO die Microsoft Azure Cloud in fast allen Regionen.

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Im Storage Management von AMAGNO kann der Administrator weitere Storages hinzufügen. Für die Azure muss das Unternehmen einen Blog Storage in der Microsoft Azure erwerben, welches monatlich abgerechnet wird. Je nach Region gibt es Unterschiede in der Performance und im Preis. So ist die Azure in Deutschland teurer, die Daten liegen dafür aber im Rechtsraum Deutschland.

Für unser Szenario sind die von Microsoft bereitgestellten Daten, also der ConnectionString (DefaultEndpointsProtocol=https;AccountName=…) sowie der Containername einzutragen. Sie können den Storage nach der ersten Synchronisation auch als Master-Storage bestimmen. Dann findet die Datenspeicherung sofort exklusiv in der Cloud statt und der lokale Cache wird nur noch als Puffer verwendet.

Fazit

AMAGNO kombiniert die Power der lokalen schnellen Festplattensysteme mit den unlimitierten Datenspeichern der Cloud. Die Ablage in der Cloud ist nicht nur kostengünstig, sondern auch mehrfach gegen Datenverlust gesichert und fördert damit erheblich die Datensicherheit, z.B. bei Naturkatastrophen oder Hardwarediebstahl. Trotzdem ersetzt dies keine Backupstrategien Ihres AMAGNO Servers.

Für weitere Fragen, kontaktieren Sie gerne den AMAGNO Service.

Jens Büscher
Jens ist Gründer und CEO von AMAGNO. Nach vielen Jahren im öffentlichen Dienst wechselte Jens als Product Manager zum Web Content Management Anbieter RedDot Solutions AG. Anschließend gründete er zuerst DocuPortal und im Jahr 2010 AMAGNO als innovative Enterprise Content Management Lösung.

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