1. Oktober 2020

Nachhaltigkeit: Eine Frage des Mindsets?

Nachhaltigkeit: Eine Frage des Mindsets?

Nachhaltig denken. Nachhaltig arbeiten. Nachhaltig leben. Der Begriff Nachhaltigkeit scheint uns zu verfolgen, wie ein Hund den Knochen. Denn Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltbewusstsein haben es sich schon längst bei uns gemütlich gemacht: Wir vermeiden Plastik, denken über das Pro und Contra von Elektroautos nach und entscheiden uns für langlebige Produkte, anstatt morgen nochmal los zu gehen. Die einen sind dabei stärker vom Minimalismus geprägt, kaufen regional, saisonal und konsumieren nur das, was sie auch wirklich „brauchen“. Andere hingegen pendeln mit dem Sportwagen zur Arbeit und kaufen sich Dinge, nach denen ihnen gerade der Sinn steht, greifen aber bei Lebensmitteln zu den Bio-Produkten.

So unterschiedlich die beiden Konsumtypen auch sein mögen, so haben sie doch eines gemein: das Umweltbewusstsein, das bei ihnen von Tag zu Tag zunimmt. Es wäre ein Leichtes, den zweiten Charakter für sein Handeln zu verurteilen. Die Frage ist nur, ob es zielführend ist, ihm mit erhobenem Zeigefinger zu begegnen. Viel sinnvoller scheint es doch, ihn zu inspirieren, ihm von Slow Fashion, nachhaltigem Reisen und klimafreundlicher Mobilität zu berichten, ohne seinen Lebensstil zu tadeln.

Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeitsexperten

Nicht nur privat, sondern auch beruflich findet diese Denkweise Gehör. Denn viele Unternehmen sind sich bewusst, dass sie sich in einer Position befinden, in der sie in Sachen Nachhaltigkeit als Vorbild vorangehen können: Durch kluge Prozessketten, faire Produktionsbedingungen und der Neujustierung ihrer Unternehmensphilosophie, die sich schlussendlich in ihren Produkten widerspiegeln. Diese „kleinen Männchen“, die diese nachhaltigen Veränderungen tatkräftig voranbringen, sind oft im Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement zu finden. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, bestehende Prozesse zu analysieren und ihnen durch pfiffige Ideen, kluge Ansätze und der Vorstellung innovativer Technologien einen nachhaltigen Charakter zu verleihen.

Auch AMAGNO hat diese kleinen Heinzelmännchen, die durch die Motivation der Kollegen und ihrer wertvollen Denkanstöße das Unternehmen Stück für Stück dabei unterstützen, ein bisschen nachhaltiger zu agieren. Schließlich geht es dabei nicht nur um uns. Auch unsere Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder, Ururenkelkinder, Ururur… sollen noch ein schönes Leben auf unserem wunderbaren Planeten erleben. Das heißt nicht, dass wir all unsere Prozesse von jetzt auf gleich von links nach rechts umkrempeln und uns in Verzicht üben. Es geht vielmehr darum, unser Bewusstsein für uns und unsere Umwelt zu schärfen und bereit zu sein, einen nachhaltigen Weg zu gehen. Für uns. Für euch. Für alle.

In Gesprächen wird unser Green Team immer wieder gefragt, wie Unternehmen anfangen können, nachhaltiger zu agieren. Deshalb hat sich unser Nachhaltigkeitsteam 5 Tipps überlegt, die Unternehmen dabei helfen können, ihre Produkte, Produktionsketten und ihren Vertrieb nachhaltiger zu gestalten:

goal - Nachhaltigkeit: Eine Frage des Mindsets?

1. Das Ziel der Reise muss klar definiert sein

Wie bei fast allem, sollte eine zentrale Frage über allem Handeln schweben: „Was möchten wir mit der Umsetzung unserer Idee erreichen?“ Ist das Ziel klar definiert, kann der Weg dorthin ohne Umwege bestritten werden. Auch unser Green Team machte diese Erfahrung: Weil die beiden vor lauter Ideen und Tatendrang nur so sprudelten, haben sie glatt ihr Ziel vergessen und starteten ihre Projekte. Doch schnell wurde ihnen klar, dass sie etwas ganz Wichtiges vergessen haben… Und mit einer genauen Zielvorstellung stellten sie fest, dass sie ihrer Pläne nicht nur schneller, sondern auch effizienter gestalten konnten.

communication - Nachhaltigkeit: Eine Frage des Mindsets?

2. Nachhaltige Kommunikation ist Gold wert

Wer miteinander spricht und sich austauscht, arbeitet nicht nur zielführend, sondern auch effizienter. Auch wir merken bei unseren Kundenprojekten immer wieder, dass Kommunikation und Teilhabe nicht nur das Arbeitsklima erhellen, sondern außerdem motivieren. Deshalb stellt unser Green Team ihre Ideen erst einmal dem Plenum vor, bevor sie umgesetzt werden. Oft haben Kollegen nämlich noch wertvolle Anregungen, die so berücksichtigt werden können.

medium battery - Nachhaltigkeit: Eine Frage des Mindsets?

3. Energieverbrauch runterkurbeln

Energie zu sparen scheint sich für viele zu einer großen Herausforderung zu entpuppen. Bei der zunehmenden Zahl an digitalen Geräten ist das ja auch kein Wunder. Doch die Lösung ist schnell gefunden: Geräte, die nicht oder nur selten gebraucht werden, können vom Strom genommen, PCs und Monitore nach der Arbeit ausgeschaltet oder Bewegungsmelder installiert werden. Auch Mehrfachsteckdosen mit integrierter Zeitschaltuhr werden gerne genutzt, um Elektrogeräte nach getaner Arbeit in ihren wohlverdienten Feierabend zu schicken.

money box - Nachhaltigkeit: Eine Frage des Mindsets?

4. Rohstoffe nachhaltig einsetzen

Während unserer Arbeit verbraten wir ganz schön viele Ressourcen. Papier zum Beispiel. Im Schnitt verbraucht ein Mitarbeiter pro Tag 30 Blätter Papier. Hochgerechnet aufs Jahr ist das ungefähr eine Vierteltonne pro Kopf – puuh. Ganz schön viel. Viele kostbaren Ressourcen lassen sich allerdings mit digitalen Prozessen und Workflows automatisch minimieren. Digitale Konferenzen, Meetings oder Workshops zum Beispiel sparen nicht nur Zeit und Kosten. Ganz nebenbei schonen sie auch noch die Umwelt.

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5. Interne Prozessketten nachhaltig anpassen

Viele innerbetrieblichen Prozesse lassen sich mit relativ wenig Aufwand optimieren und nachhaltig gestalten. Kleine Aktionen wie das Umsteigen von Papier- zu Handtüchern oder das Zurücklegen kurzer Wege mit dem Dienstrad anstelle des Autos, können bereits einen großen positiven Impact im Unternehmen hervorrufen. Moderne Technologien oder die Umstrukturierung der Produktionsketten unterstützen das Unternehmen weiterhin, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Aber Taten müssen nicht immer zwangsläufig groß und teuer sein. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den meisten Mehrwert bieten.

So. Nun haben wir Ihnen viele kleine und große Impulse gegeben, wie Sie Ihrem Unternehmen einen nachhaltigeren Glanz verleihen können. Auch wir wachsen tagtäglich an unseren Aufgaben und fallen dabei auch mal auf die Nase. Auch wenn sich manche Wege im Nachhinein als falsch entpuppten, sind wir daran gewachsen und konnten unsere Lehren daraus ziehen. Und auch wir sind beim Thema Nachhaltigkeit noch längst nicht am Ziel angekommen. Wir freuen uns aber, tagtäglich Neues zu lernen und Schritt für Schritt neue Wege zu gehen, die uns dabei unterstützen, den nachfolgenden Generationen eine Welt zu hinterlassen, auf der es Wert ist, zu leben.

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Jana Treptow
Jana ist Teil des Marketing-Teams und für redaktionelle Beiträge und die Betreuung des Blogs verantwortlich.

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