29. Juni 2012

Gegen den Strom – warum amagno auf Rich-Clients setzt!

„Das Web ist die Zukunft“. Natürlich und unbestritten. Seit 1998 konzipiere ich (Jens Büscher) moderne Benutzeroberflächen. Bis vor wenigen Jahren war klar, dass die Zukunft Browser-basierende Oberflächen sind. Diese Meinung von mir hat sich durch die Erfahrungen im Dokumentenmanagement Sektor deutlich geändert. Darum liegt der Fokus für amagno auf Rich-Clients. Warum das so ist, möchte ich gerne erklären:

Der Einsatz von Web-Oberflächen liegt nah. Die Benutzung ist, vor allem durch die modernen mobilen Endgeräte, überall möglich. Allerdings ist dies auch mit Einschränkungen verbunden. Durch die unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen, vor allem in Unternehmen, muss in der Regel auf aktive Komponenten, wie ActiveX, Flash, Java, Sliverlight verzichtet werden. Viele Browser und viele mobile Geräte unterstützen ebenso nicht alle diese Technologien. Aber: Nur durch aktive Komponenten kann die benötigte positive „User Experience“ erreicht werden. Fallen die aktiven Komponenten weg, ist die Bedienung einer reinen Web-Anwendung mühsam und für ungeübte Benutzer Fehleranfällig (beispielsweise durch falschen Einsatz des „Zurück“-Buttons des Browsers).

Während viele Anwendungsfälle mit einem einfachen Web-Interface problemlos abbildbar sind, ändert sich die Situation im Umgang mit Dateien. Dokumentenmanagement erfordert einen schnellen und umfangreichen Umgang mit Dateien. Eine Web-Anwendung scheitert in vielen Unternehmen, da die Mitarbeiter effektiv und schnell mit Dateien umgehen müssen. Der Umgang mit Dateien darf nicht aufwendiger werden, als im bisherigen „Dateisystem“. Es muss sogar noch einfacher werden, um die Mitarbeiter zu motivieren, das Dateisystem zu verlassen.

Diese Erfahrungen musste ich bereits mit meiner vorherigen Dokumentenmanagement Entwicklung machen. Die Benutzer wünschen sich alle Vorteile des Dokumentenmanagement (Versionierung, Rechte, Workflow, etc) – aber mit der Einfachheit und vor allem der Zugänglichkeit eines Dateisystems. Hohe Ansprüche, die es zu erfüllen gilt. Mit den Magneten unsers amagno erreichen wir es sogar, dass Dateien schneller, sicherer und fachlich korrekter abgelegt werden können, als im Dateisystem. Dafür war aber bereits von Anfang an klar, dass dies nur einer richtigen Anwendung möglich ist. Web-Oberflächen können dies nicht oder nur mit Einschränkungen leisten. Unser Web-Interface (amagno.me) ist für den schnellen lesenden Zugriff auf Dateien die ideale Wahl – nicht aber für den alltäglichen Umgang in der Bearbeitung vieler Dateien. Dies beginnt schon damit, schnell eine Datei in Bearbeitung zu nehmen. Ein „Hoch- und Runterladen“ via Browser kann keine Lösung für Mitarbeiter sein.

Desweiteren bietet ein „Rich-Client“ viele weitere Möglichkeiten, die mit einer reinen Web-Anwendung nicht möglich sind, beispielsweise:

  • Suche aus jeder Anwendung heraus über einen Systemweiten Hot-Key
  • Integration in das Dateisystem
  • Direkte Anbindung an Scanning-Systeme und Schnittstellen, z.B. TWAIN
  • Verschlüsselung und Komprimierung der Daten bereits bei der Erfassung

und vieles mehr. Daher schwimmen wir mit amagno gegen den Trend: Rich-Client an Stelle von Web-Oberflächen. Und wir sehen auch keinen Grund, warum dies schlecht sein sollte. Administratoren beklagen gelegentlich die schlechte Wartung von Rich-Clients. Aber auch für diese Situationen haben wir gesorgt. Mit amagno stellt der Administrator neue Updates einmal zentral bereit und die Clients installieren sich automatisch. Rich-Clients für Windows, Mac und Apps für mobile Endgeräte werden die Basis für die Power-User darstellen. Unser Web-Interface bietet dagegen die beste Möglichkeit, schnell lesend auf Dateien zuzugreifen sowie Workflows zu steuern.

Jens Büscher
Jens ist Gründer und CEO von AMAGNO. Nach vielen Jahren im öffentlichen Dienst wechselte Jens als Product Manager zum Web Content Management Anbieter RedDot Solutions AG. Anschließend gründete er zuerst DocuPortal und im Jahr 2010 AMAGNO als innovative Enterprise Content Management Lösung.

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