24. April 2011

DMS/ECM und die kostenlose Putzfrau

Eine saubere Wohnung wünscht sich jeder gerne. Putzen macht keinen Spaß, aber wir wissen, dass es sein muss. Wir können nun mühsam selbst putzen und damit viel Zeit aufwenden, die wir auch anders hätten wertvoll einsetzen können. Jetzt gucken Sie in die Zeitung oder in das Internet und dort steht: „Kostenlose Putzfrau“. Super! Warum selber machen oder eine Putzfrau bezahlen, wenn es auch eine kostenlose Putzfrau gibt?

Aber mal ehrlich: Würden Sie einer kostenlosen Putzfrau trauen? Also bei mir gehen da alle Alarmlampen an! Glaubt jemand ernsthaft, eine Putzfrau putzt aus Wohltätigkeit?

Aber was hat eine kostenlose Putzfrau mit Dokumentenmanagement (DMS) / Enterprise Content Management (ECM) zu tun?

Vieles, was mich als Anbieter an meine Situation erinnert. Warum? Kommen wir mal zu den Fakten aus dem Marketing. Wie jedes gute Unternehmen ist amagno mit den Google Adwords & Analytics ausgestattet. Daraus können wir erkennen, mit welchen Suchbegriffen die Werbeanzeigen und damit die Klicks erreicht wurden.

Wir haben mal zum Test die Worte „Freeware“ und „Open Source“ nicht als Filter auf unsere Adwords gesetzt. Das Ergebnis ist eindrucksvoll: Über 70% aller Anfragen von Firmen im KMU Umfeld setzen sich aus „freeware dms“ oder „open source dms“ zusammen. Auf Rückfrage stets die gleiche Antwort: „Es darf nichts kosten“.

Erstaunlicherweise wird also von Software via Freeware und Open Source erwartet, dass engagierte Entwickler und professionelles Marketing kostenlos sind. Warum von der Putzfrau nicht?

Das ist für mich ein typisches Problem der „Softwaregesellschaft“. Egal, wie hoch die Anforderungen sind – erst mal gucken, ob es das nicht auch umsonst gibt. Es gibt bei Software kein Verständnis für die Leistung der Entwickler und den Wert der gespeicherten Daten. Gerade im Dokumentenmanagement Umfeld. Es ist problemlos möglich, die Investition eines kommerziellen Dokumentenmanagement gegen die Einsparungen, z.B. in Betriebskosten oder in Arbeitszeit, gegenzurechnen. Oft rechnet sich ein DMS/ECM innerhalb weniger Monate.

DMS/ECM ist eine Putzfrau, die jeder haben, aber keiner bezahlen will.

Für mich ist logisch: Wenn die Putzfrau kostenlos putzt, dann wird sie bald pleite sein. Irgendwo muss also der Verdienst sein. Dies erreichen Open Source Anbieter in der Regel durch ergänzende Dienstleistungen, wie Einrichtung, kostenpflichtiger Support, Wartungsverträge, Anpassung der Oberfläche, Prozessanalyse, Unternehmensberatung und vieles mehr. Wenn Sie diese ergänzenden Leistungen nicht erwerben, ist oft hoher Aufwand mit Eigenleistung verbunden.

Da kann ich quasi schon fast wieder selber putzen. Mit persönlich reicht eine Putzfrau, die nicht die teuerste ist, sich im Hintergrund hält und ihre Arbeit gut macht. Und ich habe meine Zeit für das Wesentliche gewonnen. Punkt. Und wenn Sie dann einmal „Probe putzt“ begrüße ich das umso mehr, denn dann kann ich Vertrauen/Kosten/Nutzen bewerten.

[button color=“green“ size=“small“ link=“/dms-ecm-eim“ target=““]Wie rechnet sich ein DMS/ECM für ein Team oder Unternehmen?[/button]

[accordian][toggle title=“Hintergrundinfo Open Source“ open=“no“]

Open Source wird automatisch von fast allen befragten Interessenten als „Kostenfrei“ definiert. Das wissen auch viele Mitbewerber. Wir wollen nicht alle in einen Topf werfen, aber die meisten Open Source Lösungen im DMS Umfeld haben mit dem ursprünglichen Ansatz des Open Source kaum mehr etwas gemein. Es stehen in der Regel immer kommerzielle Unternehmen dahinter. Diese wollen und müssen Umsatz generieren. Was liegt also näher die 70% der Anfragen via „Open Source“ abzugreifen? Fast alle „Open Source“ Unternehmen bieten Community Lösungen an, die Sie mit mehr oder weniger Aufwand irgendwie installieren können. Beachten Sie hierbei, wie viel eigene Zeit (und damit auch Geld) Sie investieren müssen, bis Sie die Lösung produktiv im Einsatz laufen haben.

Viele Community Lösungen sind im Funktionsumfang und Leistung eingeschränkt. Warum? Weil Qualität in kostenpflichtigen Lösungen endet. Die Interessenten sind in der Regel auch kommerzielle Unternehmen, die aus Qualität und eigenen Anprüchen kostenpflichtige Produkte produzieren oder vertreiben. Es ist ein Unterschied, ob Sie eine kostenlose OCR Lösung einsetzen oder eine Lösung von Omnipage oder Abbyy. Es ist ein Unterschied, ob eine Volltextsuche im  Hintergrund auf einem instabilen OpenOffice Prozess sitzt, oder ob Sie eine kommerzielle und stabile Volltext-Extraktionsengine einsetzen.

Sehr oft bekommen Sie den „Offenen Quellcode“ nicht als Download, sondern müssen dazu ein Dienstleistungspaket erwerben (sehr oft ein schwarzes Loch für Investitionen). Ergänzt wird dies durch kostenpflichtigen Premiumsupport. Uns sind kaum Unternehmen bekannt (außerhalb des Marketings dieser Anbieter), die das Ergebnis von Open Source erhalten haben, was Sie sich ursprünglich durch das Marketing versprochen haben. Desweiteren wollen wir den Code für die notwendigen Sicherheitstechnologien Ihrer Daten, Persönlichkeitsrechte und Gewährleistung der Rechtssicherheit nicht in eine Manipulationsmöglichkeit durch zahllose Menschen geben. Wir wollen Sicherheit für Ihre Daten und Ihre Investition.

Wir als amagno glauben daran, dass Qualitätsgesicherte und preislich attraktive Softwarelösungen ohne langwierige finanzielle Verpflichtungen möglich sind. Mit amagno wollen wir einen neuen Weg gehen. Wir glauben daran, dass die übrigen 30% der Interessenten unsere Vision und Leidenschaft mit uns teilen.  Kommerzielle Lösungen sind fertig entwickelt, qualitativ hochwertig, sicher und müssen nicht teuer sein.

[/toggle][/accordian]

Jens Büscher
Jens Büscher, Gründer und CEO. Nach seiner Tätigkeit als Product Manager für die RedDot Solutions AG (Heute OpenText) gründete er 2010 AMAGNO als innovative Enterprise Content Management Lösung.

Kommentare sind geschlossen.

X