24. Dezember 2012

2012, was war – 2013, was wird

Eine kleine Reflektion und Perspektive von Jens Büscher, Gründer von amagno

2012, was war

amagno ist nun meine zweite Firmengründung im Markt des Enterprise Content Management (ECM). Durch meine vorherige Gründung durfte ich sieben Jahr sehr viele Erfahrungen machen: Im Umgang mit den Kunden, die Notwendigkeit in den Unternehmen, im Marketing, Pricing und vielem mehr. Wiederholt habe ich alles auf eine Karte gesetzt, um mit amagno endlich Unternehmen davon zu überzeugen, ihren Arbeitsalltag besser zu organisieren, um schneller und richtiger zusammenzuarbeiten. Die Schwierigkeit, eingefahrene Arbeitstraditionen aufzubrechen hat schon fast einen missionarischen Charakter eingenommen.

Viel länger als geplant dauert nun die Entwicklung von amagno. Es war ein schwieriges Jahr mit vielen Herausforderungen. Auf der einen Seite wurde ich belächelt, warum ich mit meiner Vorgeschichte nicht “irgendein dickes Ding” aufbauen möchte – so wie viele neue Startups in Berlin oder Hamburg. Consumerlösungen, wie wunderkit, doo oder smarchive zogen mit Millioneninvest an mir vorbei. Da kann man schon neidisch werden. Aber im Nachhinein – mit welchem Ergebnis? Geld alleine setzt keine Vision in eine brauchbare Lösung um. Nein, ich habe es gelernt, ein stabiles und nachhaltig solides Unternehmen aufzubauen, welches mit emotionalem Marketing und einer praxisorientierten Lösung mit spürbaren Mehrwerten punktet (Hier verweise ich gerne auf die Theorien von Simon Sinek „Why, how, what“). Auch wenn der Weg steinig und unattraktiv für moderne Kapitalgeber (VCs) erscheint, bei denen es um den schnellst- und größtmöglichen Exit durch Blenden und meines Erachtens falscher Bewertungen geht. Das mag im Consumermarkt noch akzeptabel sein, gilt aber nicht für Unternehmen, die auf eine Lösung setzen, auf deren Existenz sie wenigstens 6 – 10 Jahre vertrauen müssen.

Aber es gibt auch Investoren, die wie ich ticken: Erfolg durch Substanz, Kundenzufriedenheit und gesundem Wachstum. Bereits die erste Bewertung von amagno in 2011 zeigt, wie erfolgreich auch das „alte“ System der Nachhaltigkeit sein kann. Mein Jahresanfang 2012 begann mit zwei tollen Investoren mit der Umfirmierung in die amagno GmbH & CO KG. Wir leisteten uns keine große Mitarbeitercrew, sondern ein fachlich kompetentes, tolles, kompaktes und engagiertes Team.

Das Jahr 2012 wurde zu einer tollen Reise. Ungeplant gingen wir spontan auf die CeBIT 2012 und präsentierten unsere neuste Lösung – hier gilt unser Dank nochmal an Alesja Allewelt von Fairworldwide, die uns hier toll unterstützt hat. Jeden Tag auf der Messe spürten wir die Richtigkeit und die noch vorhandenen Defizite unserer Magnet-Idee. Belohnt wurde dies mit der Sonderauszeichnung als innovativstes Unternehmen Niedersachsens und zweitbeste DMS Lösung Deutschlands von der Initiative Mittelstand.

amagno hat 2012 eine Unmenge an neuen und wichtigen Funktionen erfahren, die uns heute selbstverständlich erscheinen, wir aber Anfang 2012 noch in weiter Ferne sahen. Die grandiose Scannerunterstützung, OCR, virtueller Druckertreiber, Workflows, optische Stempel und im Dezember die neue Serverinstallation, die unseren Service entlasten wird.

Neben sehr vielen innovativen Ideen muss aber letztendlich für alle Beteiligten das Ergebnis stimmen. Erst im Juni 2012 gingen wir regulär in den Verkauf und Vertrieb der amagno ENTERPRISE. Aus den Telefonaten entwickelten wir mit unserer vorher nicht geplanten SMALL BUSINESS eine Idee für kleine Firmen, die scheinbar ein hohes Potential haben.

Das Jahresende 2012 bot meinem Team, meinen Investoren und mir persönlich ein grandioses Ergebnis, nämlich der massive Verkauf von amagno. Für all die vielen Arbeitsstunden und die aufwendige Konzeption, eine sehr komplexe Lösung für die Benutzer zu simplifizieren, die passende Antwort: Zufriedene und glückliche Kunden. Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Idee seine Wirkung entfaltet. Dies gibt uns Kraft und Motivation für 2013. An dieser Stelle gilt mein Dank an mein tolles Team, meine geduldigen Investoren und letztendlich an unsere Kunden aus allen Branchen und Größen.

Hinzu kommen über 4.500 Benutzer aus Firmen, Abteilungen, Teams und Privat für die amagno NETWOK Version. Ich denke, dass amagno damit einer der größten vollwertigen ECM/DMS Lösungen im Raum Deutschland, Österreich und Schweiz darstellt. Zusammen mit den Enterprise Kunden stellen wir über geschätzte 6.000 Benutzern unser magnetisches Dokumentenmanagement zur Verfügung.

2013, was wird

amagno wird 2013 durchstarten. Wir haben sehr viel vor. Neben unzähligen kleinen Funktionen in allen Bereichen sind noch viele große dringende Pakete abzuarbeiten. Neben der bald erscheinenden Dokumentation von amagno streben wir eine Zertifizierung unserer Lösung an (fachlich unsinnig, aber notwendig zu Abbauf von Investitionsängsten). Die neue SMALL BUSINESS Version eignet sich sehr gut für den Reselling-Vertrieb, wo auch hier jetzt Kooperationen gesucht werden.

Die zwei nahesten und wesentlichsten Meilensteine sind für uns im neuen Jahr die E-Mail Archivierung sowie die Ergänzung der klassischen Ordner zu den Magneten.

Mein Ziel ist es, beide Kernfunktionen auf der CeBIT 2013 zu zeigen. Gerade die E-Mail Archivierung ist eine der letzten wichtigen Stützpfeiler des ganzheitlichen Lösungsansatzes der amagno Strategie.

Wie wird die E-Mail Archivierung aussehen? Viele Interessenten fragen uns das, daher ein paar kleine Impressionen.

Administratoren konfigurieren in amagno die Anbindung an IMAP
Kontensysteme. Dies ermöglicht die Anbindung an viele gängige E-Mail Server. Auf Basis der in amagno hinterlegten Regeln der Magnete greifen diese regelmäßig auf ausgewählte IMAP Ordner zu und importieren die E-Mails (optional löscht amagno die E-Mails auf dem Quellsystem). amagno analysiert die E-Mail und legt diese mit rechtlich relevanten Informationen in amagno komprimiert und verschlüsselt ab. Die E-Mails lassen sich jederzeit wieder exportieren. Die Dateianhänge speichert amagno als separate Dateien ab, damit diese von den Magneten und für die Volltextsuche erkannt werden. Dabei bleiben Dateianhänge sowie die E-Mail selbst dauerhaft verknüpft.

Es gibt also viel zu tun. Wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen in 2013

Ich wünsche allen Lesern ein tolles Weihnachtsfest und ein glücklichen Start in das Jahr 2013.

Ihr Jens Büscher

Jens Büscher
Jens ist Gründer und CEO von AMAGNO. Nach vielen Jahren im öffentlichen Dienst wechselte Jens als Product Manager zum Web Content Management Anbieter RedDot Solutions AG. Anschließend gründete er zuerst DocuPortal und im Jahr 2010 AMAGNO als innovative Enterprise Content Management Lösung.

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